Es war ein ganz normaler Tag in der Schule, als ich zum ersten Mal von dem seltsamen Jungen in meiner Klasse hörte. Niemand wusste wirklich etwas über ihn, außer dass er immer allein war und sich seltsam verhielt.
Manche Leute sagten, dass er nie mit jemandem sprach und immer nur aus dem Fenster starrte. Andere behaupteten, dass er seltsame Geräusche von sich gab und seltsame Dinge in seinem Schulranzen hatte.
Ich war neugierig und beschloss, herauszufinden, was mit ihm los war. Eines Tages, als der Unterricht gerade vorbei war, ging ich zu ihm und fragte ihn, ob er Lust hatte, mit mir zu reden.
Er sah mich mit seinen leeren, dunklen Augen an und nickte langsam. Wir setzten uns zusammen und ich fragte ihn, warum er immer so allein war. Er antwortete mit einer seltsamen, knarrenden Stimme: „Ich bin nicht allein. Ich bin immer bei ihnen.“
Ich fragte ihn, wer „sie“ waren, aber er antwortete nicht. Stattdessen griff er in seinen Schulranzen und zog ein kleines, verstaubtes Buch heraus. Er öffnete es und zeigte mir ein paar seltsame Zeichnungen und Symbole, die ich noch nie zuvor gesehen hatte.
„Das ist das Buch der Schatten“, sagte er mit seiner knarrenden Stimme. „Es gehört ihnen und sie sprechen zu mir durch es.“
Ich war verwirrt und ein wenig beunruhigt von dem, was er sagte, aber ich konnte nicht anders, als weiterzufragen. „Wer sind sie?“, fragte ich ihn.
Er antwortete nicht sofort, sondern blätterte weiter durch das Buch, als würde er nach etwas suchen. Schließlich hielt er inne und zeigte mir eine Zeichnung von einem seltsamen, dämonischen Wesen mit Hörnern und Klauen.
„Das ist einer von ihnen“, sagte er. „Sie sind immer bei mir und sie sagen mir, was ich tun soll.“
Ich war entsetzt und wusste nicht, was ich sagen sollte. Ich stand auf und sagte ihm, dass ich gehen musste. Er sah mich noch immer mit seinen leeren, dunklen Augen an und nickte langsam.
Ich ging nie wieder zu ihm und versuchte auch, möglichst wenig mit ihm zu reden. Die anderen Schüler hielten ihn für seltsam und mieden ihn ebenfalls.
Aber ich konnte das Bild von dem dämonischen Wesen in dem Buch nicht vergessen und ich begann, mich zu fragen, ob er die Wahrheit sagte. Gab es tatsächlich solche Wesen und sprachen sie wirklich zu ihm? Oder war er einfach nur verrückt?
Ich wusste es nicht, aber ich wusste, dass ich nie wieder das Risiko eingehen würde, es herauszufinden. Der seltsame Junge in meiner Klasse blieb ein Rätsel, das ich lieber nicht lösen wollte.
